„Konsumentinnen und Konsumenten werden immer jünger. In Stuttgart werden aktuell Mädchen im Alter von zwölf und dreizehn Jahre mit einer Fentaylabhängigkeit behandelt“, zeigt sich Andreas Kenner, sucht- und jugendpolitischer Sprecher der SPD Landtagsfraktion, alarmiert. „Die Stoffe werden immer potenter. Nitazen, das auf dem Vormarsch ist, ist bis zu 100-mal stärker als Heroin. Und die Beschaffung wird immer einfacher: Für den Erwerb von verschiedensten chemischen Drogen braucht es nicht einmal mehr das Darknet.“

Der SPD-Abgeordnete fordert: „Wir müssen auf verschiedenen Ebenen zum Handeln kommen: Die Polizei muss auch online durchsetzungsstark werden, die Konsumursachen müssen erkannt und bearbeitet werden. Dafür braucht es in allen Bereichen des Lebens einen barrierefreien Zugang zum Hilfesystem. Prävention an Schulen muss flächendeckend gegeben sein. Die Suchthilfe darf keine Freiwilligkeitsleistung bleiben. Das Land muss hier eine flächendeckende Versorgung sicherstellen. Sonst kostet uns das, so drastisch muss man es ausdrücken, Menschenleben.“

Da der SPD Landtagsfraktion besonders die Suchtprävention bei Kindern und Jugendlichen ein Anliegen ist behandelt sie diese auch aktuell in einer Großen Anfrage (Drucksache 17/8557). Sie hängt dieser E-Mail an.

Eva-Christin Scheu
Pressesprecherin

Ansprechpartner

Roland Klose
Berater für Sozial- und Gesundheitspolitik